Ich möchte diese strenge Schönheit malen,
die Formen, die uns eingegeben,
erstellt im Wechselspiel von Maß und Zahlen, 
wie Laserlichter, die an Wänden prahlen,
und die im Brennpunkt ihrer Strahlen
die Welt im bunten Abglanz neu beleben.          
Carl Weinert 2015

 

 

Informationstechnologie, Mikrochips und Malerei

Dem französischen Maler Paul Cezanne - einem der Begründer der modernen Malerei - wird folgendes Zitat nachgesagt: „Alles, -vor allem in der Kunst, ist Theorie-, entwickelt und angewandt im Kontakt mit der Natur“. Ein analoges Zitat könnte auch von einem theoretischen Physiker stammen.

Die Malerei stellt Natur, Geschehnisse, oder Lebensgefühl in einem gemalten Bild dar. Stoffliche Grundlagen sind Bilduntergrund und Farben.

Die moderne Naturwissenschaft, hier speziell die Physik, beschreibt die Welt mit Hilfe von mathematisch-naturwissenschaftlichen Modellen. Die praktische Anwendung erfolgt in der Technik. Stoffliche Grundlagen sind hier die Materialien für die technologischen Prozesse.

Um Elemente der modernen Naturwissenschaften in Bildern festzuhalten, eignet sich die Informationstechnologie (IT) aus folgenden Gründen:

- die IT ist über Handy, iPad, Internet oder PC Teil unserer alltäglichen Realität

- die für die IT verwendeten Mikrochips gehorchen den Gesetzen der Quantenphysik

- bei der Herstellung von Mikrochips benutzt man ähnliche Verfahren wie in der bildenden Kunst

- mit Hilfe der IT werden Milliarden von Bildern gespeichert, modifiziert und übertragen und dabei werden Grundlagen von Farbtheorien und Bildverarbeitungsmethoden benutzt

In der IT wird wesentlich mit diskreten Strukturen gearbeitet: die Digitalisierung bewirkt das Zergliedern aller Größen in Bits, Bilder werden mit Hilfe diskreter Pixel verarbeitet und wiedergegeben und auch die elektronischen Chip-Strukturen bestehen aus Millionen einfachster geometrischer Kleinststrukturen.

Vor diesem Hintergrund sind viele der hier gezeigten Bilder und Grafiken in einer Technik gemalt, die ich als Pixeltechnik bezeichnen möchte. Damit wird auch die Verbindung zur lebendigen Natur gezogen, die ebenfalls zellular aufgebaut ist.

Die hier vorgestellte Malerei greift Motive der modernen Informationstechnik und der Naturwissenschaften auf, und versucht mit einfachen geometrischen Formen das Bild zu strukturieren.

Als Beispiel dient das Titelbild ‚Digitale Bildverarbeitung in Giverny’, das Erläuterungen zur Bildverarbeitung von Handyfotos geben soll. Es ist in Pixeltechnik gemalt und verdeutlicht damit die Auflösung eines Fotos in Claude Monets Garten in Giverny.

 

Carl Weinert, Maler und Physiker

 



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Dr. Carl Weinert

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